
Konstruktiv streiten – aber wie? // Nr. 26-0193
Beginn:
17. Okt. 2026 - 9:30
Ende:
17. Okt. 2026 - 17:00
Streitmoderation lernen und Streitgeist trainieren
Turbulente Zeiten fordern uns heraus. Diskussionen werden schärfer, Positionen unversöhnlicher, der Ton rauer. Und doch gilt: Eine lebendige Demokratie braucht den Streit – als Raum für Klärung, Auseinandersetzung und gemeinsame Entwicklung.
Wie kann Streit gelingen, ohne zu verletzen? Wie lassen sich unterschiedliche Perspektiven so ins Gespräch bringen, dass Verständigung möglich bleibt – und zugleich klare
Haltung sichtbar wird?
Dieses Kompaktseminar lädt dazu ein, den eigenen Umgang mit Konflikten neu zu entdecken und weiterzuentwickeln. Es verbindet grundlegendes Wissen mit intensiver Praxis und eröffnet einen Erfahrungsraum für Menschen, die sich für ein demokratisches Miteinander engagieren. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie konstruktives Streiten gelernt und eingeübt werden kann. Dazu gehört, die eigene Haltung zu klären, sich mit seinen Werten auseinanderzusetzen, Ambivalenzen auszuhalten und die Spannung zwischen Offenheit und Standfestigkeit bewusst zu gestalten.
SIE LERNEN,
- Streit als notwendige und produktive Kraft in der Demokratie zu verstehen
- die Dynamiken von Konflikten differenziert wahrzunehmen
- aktiv zuzuhören und auch in kontroversen Situationen im Gespräch zu bleiben
- Grenzen des Dialogs zu erkennen und angemessen zu reagieren
- Gespräche zu moderieren und in festgefahrenen Situationen neue Wege zu eröffnen
- klar Position zu beziehen, wenn demokratische Grundwerte infrage stehen
Das Seminar verbindet inhaltliche Impulse mit praktischen Übungen und Reflexionsphasen. Sie erproben konkrete Methoden der Streitmoderation und gewinnen Sicherheit im Umgang mit herausfordernden Gesprächssituationen. Dabei trainieren Sie auch, wie und wo Sie Paroli bieten müssen, wenn es zur Verletzung der demokratischen Grundordnung kommt.
Grundlage ist ein interaktiver Workshop-Ansatz, der im Rahmen des Projekts STREIT/FÖRDERER entwickelt wurde.
Er eröffnet neue Perspektiven auf den Wert von Streit und stärkt die Fähigkeit, ihn konstruktiv zu gestalten.
LEITUNG
Eva Feldmann-Wojtachnia, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Centrum für angewandte Politikforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München; Leiterin der Forschungsgruppe Jugend und Europa am CAP und Kooperationspartnerin im Projekt STREIT/FÖRDERER
KOSTEN
Kursgebühr 199,00 €
Frühbucherrabatt 185,00 €
Übernachtung im Einzelzimmer, Mahlzeiten, Getränke und Tagungspauschale 64,50 €
Auf Wunsch erhalten Sie ein Zertifikat des Centrums für angewandte Politikforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München.