Chloris Vermächtnis

Chloris Vermächtnis

03.04. – 12.07.2026
Maria Cristina Tangorra


Chloris wird meist symbolisch oder interpretativ verwendet und bezieht sich auf die Figur Chloris aus der griechischen Mythologie. Sie ist eine Nymphe bzw. eine Göttin, die mit Frühling, Blumen und neuem Leben verbunden wird. In vielen Überlieferungen wird sie mit der römischen Göttin Flora gleichgesetzt.  Symbolisch meint das die Erneuerung des Lebens – Schönheit und Blüte -Fruchtbarkeit und Fülle – aber auch Transformation und Hoffnung. In der Kunst zählt das Gemälde Primavera – italienisch für Frühling von Sandro Botticelli – zu den bedeutendsten Allegorien der Florentiner Renaissance auf dem die Göttinnen Flora und Chloris abgebildet sind. Im Foyer sehen Sie das Triptychon  À Chloris.  Maria Cristina Tangorra ließ sich dazu inspirieren von Guiseppe Ungaretti – einem Schriftsteller und Lyriker, der in der italienischen Dichtung dem Minimalismus zugeordnet und sehr geschätzt wird. Sein Gedicht  Mattina lautet: M’illumino dimenso.

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Wir sehen die Göttin Chloris halb feminin, halb maskulin, tief verwurzelt in der Erde wie ein Baum steht sie da und macht Hoffnung. Das Ölbild mit Sand, Holzkohle, Ölpastellen und Goldpigmenten gemalt, zeigt uns, was man in der Dunkelheit alles sehen und entdecken kann – den Kosmos, die Sterne, das Kobaltblau – das futuristisch wirkt und direkt aus der Tube auf das Bild aufgetragen wird. Es zeigt einen Wirbel, der uns Betrachtende in eine andere Welt hineinzieht.

 

Chloris ist in der griechischen Mythologie in erster Linie als Göttin der Blumen, Blüten und des Frühlings bekannt.
Die Natur ist für Maria Cristina Tangorra eine wesentliche Inspirationsquelle ihrer Kunst und bildet ein verbindendes Element der Kulturen. Thematisiert werden Landschaften und Bilder, die an die italienische Renaissance erinnern, an persische Paradiesgärten, mystische Labyrinthe oder englische Landschaftsparks. Mal abstrakt oder erzählerisch – mal figürlich oder reduziert dargestellt. Manche Blüten erscheinen üppig aus der Tiefe des Ölbildes und der Farben oder ganz fein und ziseliert mit Silberstift und Aquarell. Manche Werke beziehen sich bereits im Titel explizit auf Gärten, oder haben symbolische Titel.

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Die Leidenschaft für Gärten wird von der in Rom und Mailand ausgebildeten Künstlerin unterschiedlich interpretiert und das Portfolio, das wir sehen ist sehr breit: Ölbilder auf Leinwand, Tondis, Aquarelle, Drucke, Mixed-Media-Arbeiten, zart bemalte Bilder auf feinem stoffähnlichem Gewebe, Monotypien aber auch Objekte.
Tangorra experimentiert mit unterschiedlichen Medien und Materialien – wie Monotypien, Silberstiftzeichungen, Öl- und Acrylmalereien auf Papier und Leinwand. Dabei schöpft sie aus dem Reichtum der symbolischen Formen griechischer Mythen und antiker Sagen sowie den Schriften der Mystiker*innen.

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Lebenslauf Maria Christina Tangorra Geboren in Mailand, Italien.
1980-84 Studium der Architektur, Universität La Sapienza Rom und Politecnico Mailand
2005-2009 Kunstakademie Brera, Mailand, Diplom in Malerei mit Auszeichnung
2008-09 Assistentin bei Prof. Gian Carlo Venuto, Kunstakademie Brera, Mailand
seit 2020 lebt und arbeitet sie in Lahr/ Schwarzwald Zahlreiche Preise und Auszeichnungen u.a.
Werke in öffentlichen Sammlungen im In- und Ausland
Zahlreiche Einzelausstellungen und Gruppenausstellungen im In- und Ausland Mehr Information:
www.tangorra.de

@ Auszug aus der Vernissage Rede von Christina Körner: ART-Gottesdienst 03. April 2026