Chloris Vermächtnis

03.04. - 12.07.2026
Maria Cristina Tangorra

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Chloris wird meist symbolisch oder interpretativ verwendet und bezieht sich auf die Figur Chloris aus der griechischen Mythologie. Sie ist eine Nymphe bzw. eine Göttin, die mit Frühling, Blumen und neuem Leben verbunden wird. In vielen Überlieferungen wird sie mit der römischen Göttin Flora gleichgesetzt. Symbolisch meint das die Erneuerung des Lebens - Schönheit und Blüte -Fruchtbarkeit und Fülle - aber auch Transformation und Hoffnung. In der Kunst zählt das Gemälde Primavera – italienisch für Frühling von Sandro Botticelli - zu den bedeutendsten Allegorien der Florentiner Renaissance auf dem die Göttinnen Flora und Chloris abgebildet sind. Im Foyer sehen Sie das Triptychon À Chloris.  

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Wir haben mit Nemos Waldungen zwei Werke, die wichtig für das Oeuvre von Maria Cristina Tangorra sind. Heute sind Naturräume in erster Linie Kulturräume. Das heißt, in den Wäldern haben sich die Spuren früherer Generationen „eingebrannt“. Die Künstlerin begibt sich auf diese Spurensuche mit dem Pinsel. Wir sehen eine Lichtung am Ende eines Gartens, unser Blick geht in die Tiefe der Bilder. „Ich begebe mich auf die Suche nach Naturgeheimnissen und Botschaften, die für mich die Sehnsucht nach etwas Ungebändigtem symbolisieren, nach etwas Höherem“, sagt die Künstlerin.

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Die Künstlerin hat eine Vorliebe für historische Parks wie die Herrenhäuser Gärten in Hannover, den Lustgarten in Raststatt, den Schlossgarten in Schwetzingen usw. .

Diese Orte werden zwar erzählerisch von der Künstlerin in der alla prima-Öltechnik gemalt, doch sie stellen keine realen Orte dar, die sie eins zu eins abmalt, sondern wie in der Antike – wird der Geist des Ortes, der Genius Loci, erfasst. Sehenswert in der Kapelle, wie damit Spuren, Gedanken und Gefühle ausgedrückt werden. Garten-Impressionen als Schnittstelle zwischen Traumwelt und Realität.

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Maria Cristina Tangorra, deren Werke hier zu sehen sind, ist in Mailand geboren, hat 1980-84 ein Studium der Architektur, an der Universität La Sapienza in Rom und am Politecnico Mailand absolviert, danach war sie von 2005-2009 an der Kunstakademie in Mailand und hat mit Diplom und Auszeichnung abgeschlossen. Seit 1984 ist sie als bildende Künstlerin, Gestalterin und freie Kunst-Dozentin tätig. Sie nahm an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland teil und hat diverse Preise erhalten. Und seit 2020 lebt und arbeitet sie in Lahr/ Schwarzwald.

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@Auszug aus der Vernissage-Rede des ART-Gottesdienstes am 03.04.2026