Modulare Systeme
20.09. - 25.10.2026
Gesine Peterson
Gesine Peterson ist Grafikerin und Malerin, bei deren Bilder es um das Ausloten variabler Felder in der Fläche geht: Im Fokus steht das Herstellen, Auflösen und Entstehen lassen von Zusammenhängen. Die Arbeitsmethode des ineinander Verschränkens, das Erschaffen strenger Konstruktionen bei gleichzeitig fließenden Bewegungen bildet das Grundprinzip ihrer Kunst.Â
Die Bilder der Künstlerin sind abstrakt – Die Linien kreuzen sich auf einem Bild vertikal, horizontal oder diagonal und es ergibt sich ein Spiel mit vielen Möglichkeiten. Der Raum wird gestaltet und die Linien verdichten sich zu seriellen Strukturen. Es geht immer um das Bilden von Zusammenhängen – es entstehen Rechtecke, Quader und Rauten. Dadurch werden die Bilder zu modularen Systemen aus Linien und Rastern. Ein modulares System, so der Ausstellungstitel, ist philosophisch betrachtet, eine Ordnung aus eigenständigen Bausteinen und Modulen, das über definierte Schnittstellen flexibel zusammengesetzt, ausgetauscht oder erweitert werden kann und ein Ganzes bildet. Es verhandelt das alte ontologische Verhältnis von Einheit und Vielheit neu.Â
Gesine Peterson setzt Farben leicht und luftig ein: Sie bevorzugt unterschiedliche Techniken wie Gouache und Graphit, Ölfarbe und Bleistift, Ölpastellkreide sowie Buntstift, Acryl kommt manchmal hinzu. Sie malt vor allem groß- und kleinformatige Bilder auf dem Untergrund Papier, sowie Collagen und Plexiglasbilder. Farbzusammenhänge und Nuancierungen sind wichtig und wechseln sich ab mit lasierenden und dichten Farbflächen. Der Farbraum wird durch Bausteine geometrisch konstruiert und mit Farben rhythmisiert.
Geboren 1951 in Templin. Studium des Grafik-Design in Hannover von 1970-74 von 1985-90 Studium der Malerei an der HfBK Braunschweig.1991 Abschluss mit Diplom und Meisterschülerin. Lebt und arbeitet in Karlsruhe-Stutensee im Wohn- und Arbeitsatelier mit Ausstellungsraum TABAKMAGAZIN. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellung.
@Auszüge: Text Christina Körner M.A. KuratorinÂ